Beka-Tunnel | Studierende erleben Ingenieurtechnik unter Tage

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Eine Exkursion zur zweiten Gleisstrecke Divaca–Koper bot angehenden Ingenieur:innen Einblicke in anspruchsvollen Tunnelbau, innovative Planungsmethoden und außergewöhnliche Herausforderungen.

Wie werden komplexe Infrastrukturprojekte unter anspruchsvollen geologischen Bedingungen geplant und umgesetzt? Dieser Frage gingen Studierende gemeinsam mit Kolleg:innen von der ELEA iC bei einer Exkursion zur zweiten Gleisstrecke Divača–Koper in Slowenien nach. Vor Ort erhielten sie einen direkten Einblick in den Bauablauf und konnten technische Lösungen dort erleben, wo sie entstehen.

Praxis trifft Ingenieurplanung

Für die Studierenden bot der Besuch die Möglichkeit, die im Büro bearbeiteten Planungsunterlagen mit der Realität auf der Baustelle zu verknüpfen. Die Exkursion verdeutlichte, wie moderne Ingenieurtechnik, digitale Planungsmethoden und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen dazu beitragen, komplexe Bauvorhaben erfolgreich umzusetzen.

Ein Meilenstein im Beka-Tunnel

Eine Besonderheit war die Besichtigung der kürzlich fertiggestellten letzten Karstüberquerung im Beka-Tunnel (T2). Das Bauwerk besteht aus einer 45 Meter langen unterirdischen Bogenbrücke, die eine während der Bauarbeiten entdeckte Karsthöhle überspannt. Sie ist die größte von insgesamt vier Bogenkonstruktionen auf diesem Streckenabschnitt und zählt zu den technisch anspruchsvollsten Bauwerken des Projekts.

Maßgeschneiderte Lösungen im Karst

Der Bau im Karst stellte das Projektteam vor außergewöhnliche geologische Herausforderungen. Da herkömmliche Bauweisen hier nicht anwendbar waren, entwickelte die ELEA iC gemeinsam mit dem iC-Netzwerk eine maßgeschneiderte Ingenieurlösung, die eine sichere und langfristig stabile Grundlage für den künftigen Bahnbetrieb schafft.

Digitale Planung als Schlüssel zum Projekterfolg

Die ELEA iC leitete die Ingenieurleistungen und brachte gemeinsam mit dem iC-Netzwerk umfassende Expertise in den Bereichen Tunnelbau, Geotechnik und BIM-basierte Projektabwicklung in das Projekt ein.

Die gesamte zweite Gleisstrecke Divača–Koper wurde mithilfe von Building Information Modeling (BIM) geplant. Insgesamt kamen 614 BIM-Modelle zum Einsatz, die eine koordinierte 3D-, 4D- und 5D-Planung sowie die Termin- und Kostensteuerung ermöglichten. Die digitale Projektabwicklung unterstützte die Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen und trug wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung dieses geologisch anspruchsvollen Infrastrukturprojekts bei.