Beka-Tunnel (T2) | Komplexe Karsttechnik erfolgreich umgesetzt

Mit der Fertigstellung der letzten Karsthöhlenüberquerung im Beka-Tunnel wurde ein zentraler Meilenstein auf der zweiten Gleisstrecke Divača–Koper erreicht.

Auf der zweiten Gleisstrecke Divača–Koper wurde im Beka-Tunnel (T2) die letzte Karsthöhlenüberquerung (2TDK-080) erfolgreich abgeschlossen. Die unterirdische Bogenbrücke überspannt eine während der Bauarbeiten entdeckte Karsthöhle mit einer Spannweite von 45 Metern und ist damit die größte von insgesamt vier Bogenkonstruktionen auf diesem Streckenabschnitt. Sie zählt zugleich zu den technisch anspruchsvollsten Bauwerken des Projekts.

Ingenieurlösung für außergewöhnliche geologische Bedingungen

Der Bau im Karst stellt besondere Anforderungen, da herkömmliche Lösungen hier nicht anwendbar sind. Im Beka-Tunnel wurde daher eine unterirdische Bogenbrücke realisiert, die die Höhle überspannt und eine sichere, langfristig stabile Grundlage für den Bahnbetrieb schafft. Die Ingenieurleistungen wurden von ELEA geleitet, deren Tunnel- und Geotechnikteams eine maßgeschneiderte Lösung für die komplexen geologischen Verhältnisse entwickelten.

Digitale Planung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Team von ELEA iC unterstützte das Projekt gemeinsam mit dem erweiterten iC-Netzwerk in den Bereichen Tunnelplanung, Geotechnik und BIM-basierte Umsetzung. Die gesamte zweite Gleisstrecke Divača–Koper wurde vollständig mit Building Information Modeling (BIM) geplant. Insgesamt kamen 614 BIM-Modelle zum Einsatz, die eine durchgängige Koordination sowie 3D-, 4D- und 5D-Analysen für Termin- und Kostenplanung ermöglichten.

Technik, die Infrastruktur voranbringt

Die Fertigstellung der letzten Karstüberquerung im Beka-Tunnel zeigt eindrucksvoll, wie fortschrittliche Ingenieurtechnik, digitale Planungsmethoden und enge Zusammenarbeit über Fachdisziplinen hinweg bei großen Infrastrukturprojekten zusammenspielen. Ein wichtiger Schritt auf einem der geologisch schwierigsten Abschnitte der Strecke Divača–Koper.