In der Bernoullistraße im 22. Wiener Gemeindebezirk wird derzeit ein gefördertes Neubauprojekt realisiert. iC übernimmt die Gesamtplanung und deckt dabei ein breites Spektrum ab – von Architektur und Landschaftsgestaltung über Tragwerksplanung, Bauphysik und Brandschutz bis zur technischen Gebäudeausrüstung (HLK, Elektrotechnik, Aufzüge, BMS), BauKG, BIM-Koordination und klimaaktiv-Beratung. Die Umsetzung erfolgt in ARGE mit Arch. Ganahl/Ifsits.
Städtebauliches Konzept und Freiraum
Drei neue Wohngebäude mit drei Adressen bilden einen offenen, durchlässigen und anpassungsfähigen Stadtraum. Die rechtwinklig Anordnung setzt bestehende Baulinien fort und vermeidet bewusst eine geschlossene Straßenkante. Ein Rücksprung schafft einen begrünten Vorplatz entlang der Bernoullistraße, während sich die Gebäudehöhen sensibel an die Umgebung anpassen. Bestehende Bäume wurden in das Konzept integriert und erhalten.
Nutzung, Mischung und Alltagstaugllichkeit
Insgesamt entstehen rund 90 Wohnungen in einer vielfältigen Mischung, organisiert in Nachbarschaftsclustern über alle drei Häuser. Ein 9-Gruppen-Kindergarten ist direkt in das Projekt eingebunden und wird durch eine Gewerbefläche im Erdgeschoss ergänzt. Über dem Kindergarten sind Wohnungen um ein mehrgeschossiges Atrium gruppiert, das Orientierung erleichtert, alltägliche Begegnungen unterstützt und gleichzeitig private Rückzugsräume wahrt.
Digitaler Schwerpunkt und BIM-Koordination
Ein zentraler Fokus liegt auf der digitalen Planung und Koordination. Gemeinsam mit CES clean energy solutions wird das Projekt als BIM-Leuchtturm umgesetzt. Die enge Zusammenarbeit in der digitalen Haustechnikplanung unterstützt eine effiziente Abstimmung, konsistente Planungsgrundlagen und eine hohe Ausführungsqualität – auch im Zusammenspiel vieler Fachdisziplinen.
Ausblick
Die Wohnbebauung Bernoullistraße zeigt, wie sich geförderter Wohnbau, soziale Infrastruktur und digitale Planungsprozesse zu einem robusten Gesamtsystem verbinden lassen. Für Bauherrschaft, Nutzer:innen und Betrieb entstehen damit klare Vorteile – von der Qualität der Räume bis zur Koordinationssicherheit in der Umsetzung. Das Gesamtprogramm läuft voraussichtlich bis 2028.