Rund 1.400 Meter unter dem Brennerpass trafen der österreichische und der italienische Bauabschnitt des Brenner-Basistunnels mit einer Genauigkeit von nur wenigen Zentimetern aufeinander. Der erfolgreiche Durchschlag markiert einen entscheidenden Fortschritt beim Bau der künftigen Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen.
Präzision unter anspruchsvollen Bedingungen
Der österreichische Bauabschnitt H53 Pfons–Brenner wurde im konventionellen Sprengvortrieb hergestellt und schloss an den italienischen Bauabschnitt H61 Mules 2–3 an. Dort hatten die Tunnelbohrmaschinen „Virginia“ und „Flavia“ die beiden Hauptröhren bereits bis zur Staatsgrenze vorgetrieben.
Der Durchschlag gelang tief im Zentralgneis des Geigenspitze-Massivs und unterstreicht die hohe Präzision sowie die enge Abstimmung der Projektbeteiligten über Ländergrenzen hinweg.
Die iC begleitet den Vortrieb
Die iC unterstützte die österreichische Seite während des gesamten Vortriebs mit Schwingungs- und Immissionsüberwachung, geologischer Dokumentation sowie Beratungsleistungen und leistete damit einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieses anspruchsvollen Tunnelabschnitts.
Ein wichtiger Schritt für Europas Eisenbahninfrastruktur
Mit dem erfolgreichen Durchschlag verbinden nun erstmals drei Tunnel Österreich und Italien unter den Alpen. Von den insgesamt 230 Kilometern des geplanten Tunnelsystems sind mittlerweile 220 Kilometer ausgebrochen. Auf österreichischer Seite treiben die Tunnelbohrmaschinen „Wilma“ und „Olga“ den verbleibenden Abschnitt in Richtung Innsbruck weiter voran.
Der Brenner-Basistunnel zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Europas und wird künftig einen wichtigen Beitrag zu einer leistungsfähigen und nachhaltigen Eisenbahnverbindung zwischen Nord- und Südeuropa leisten.