Der Bau der Fornebu-Linie in Oslo schreitet auf der rund 8 km langen U-Bahn Erweiterung zwischen Majorstuen und Fornebu voran. Der jüngste Durchschlag zwischen dem Baulos K1B und der Station Skøyen stellt einen wichtigen Schritt zum Schließen des verbleibenden Tunnels dar. iC erbringt geotechnische Planungsleistungen für eine etwa 25 m breite Störungszone mit variablen Baugrundverhältnissen und geringer Felsüberdeckung, eingebettet in das Planungskonsortium Multiconsult – COWI.
Anbindung an zentrale Mobilitätsknoten
Die Fornebu-Linie erweitert das bestehende U-Bahn-Netz und verbindet das wachsende Gebiet Fornebu mit wichtigen Verkehrsdrehscheiben. Sie ist Teil eines umfassenden Programms zur Verbesserung von Kapazität, Zuverlässigkeit und Vernetzung im öffentlichen Verkehr Oslos. Die Trasse führt durch heterogene geologische Formationen wie Faltstrukturen, Störungszonen und tonreiche Schichten.
Technische Aspekte der Bauausführung
Der Durchschlag im Abschnitt K1B schließt den Anschluss in Richtung Skøyen innerhalb des durchgehenden Tunnelsystems. Die Ausbrucharbeiten erfolgen im Tiefgestein, unterstützt durch etablierte Sicherungsmaßnahmen wie Vernagelung, Spritzbeton sowie lokale Verstärkungen in der Störungszone. In Skøyen entsteht eine neue, rund 45 Meter tiefliegende unterirdische Station mit zwei Gleisen, zwei Zugängen an der Hoffsveien, Belüftungsanlagen, Aufzügen, Rolltreppen und zugehörigen Betriebsgebäuden. Weitere Arbeiten betreffen die Fertigstellung bereits vorgetriebener Tunnelabschnitte.
Bedeutung für Mobilität und regionale Entwicklung
Mit sechs neuen Stationen entlang einer vollständig unterirdischen Strecke schafft die Fornebu-Linie eine zusätzliche Hochkapazitätsverbindung zwischen den westlichen Stadtteilen und dem Zentrum. Die neue Anbindung unterstützt die geplante Wohn- und Gewerbeentwicklung in Fornebu und trägt zur Reduktion des Individualverkehrs in der Region bei. Verbesserte Umsteigemöglichkeiten zu bestehenden Bus- und Bahnlinien stärken die Leistungsfähigkeit des Gesamtverkehrsnetzes.
Status und Ausblick
Nach dem Durchschlag verlagern sich die Arbeiten auf Stabilisierung, Tunnelausbau und den schrittweisen Stationsbau. Die Koordination von Tiefbau, technischen Systemen und Zugangsgebäuden prägt die nächsten Umsetzungsschritte. Das Gesamtprogramm läuft voraussichtlich bis 2029, wenn die Inbetriebnahme und Integration in das bestehende Metronetz geplant ist.