Hauptinspektion der Spittelau-Schrägseilbrücke | Arbeiten in 40 Metern Höhe

Strukturelle Analyse, präzise Messungen, umfassende Brückenbewertung - Wenn Infrastrukturkontrolle besondere Zugänge und nächtliche Einsätze erfordert.

Zwischen den U6-Stationen Spittelau und Jägerstraße wurde die markante Schrägseilbrücke einer planmäßigen Hauptinspektion unterzogen. PCD-ZT führte die turnusmäßige Prüfung im Auftrag der Wiener Linien durch. Ziel der Maßnahme war es, den aktuellen Zustand der Brücke umfassend zu erfassen und mögliche Mängel frühzeitig zu erkennen – ein wesentlicher Beitrag zur langfristigen Sicherheit der U6-Infrastruktur.

Gründliche Prüfung der gesamten Konstruktion

Im Zuge der Inspektion wurde die gesamte Brücke systematisch überprüft, mit besonderem Fokus auf das Tragwerk und alle sicherheitsrelevanten Bauteile. Zum Leistungsumfang zählten unter anderem Betonprüfungen (Karbonatisierungstiefe und Druckfestigkeit), Rissbreitenmessungen sowie die Vermessung ausgewählter Stahlbauteile. Alle zugänglichen Bereiche wurden Schritt für Schritt begutachtet, um ein möglichst genaues Bild des baulichen Zustands zu erhalten.

Einsatz spezieller Geräte – auch bei Nacht

Um sämtliche Bauteile erreichen zu können, waren besondere Zugangslösungen erforderlich. Zum Einsatz kamen Hebebühnen und Hubsteiger, Boote, LKW-Hubarbeitsbühnen sowie gleisgebundene Fahrzeuge. Einzelne Arbeitsschritte wurden bewusst in die Nachtstunden verlegt, um den laufenden Betrieb der U6 so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Arbeiten in luftiger Höhe

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Hauptinspektion war die Begutachtung der Brückenpfeiler in rund 30 bis 40 Metern Höhe. Mithilfe einer am Lkw montierten Hubarbeitsbühne konnte das Team von PCD-ZT auch diese schwer zugänglichen Bereiche detailliert prüfen und die Ergebnisse lückenlos dokumentieren. Neben den technischen Herausforderungen boten die Arbeiten auch eindrucksvolle Ausblicke über Wien.