Auf der A8 Innkreis Autobahn wird zwischen Ried und Suben die Autobahnbrücke J06 Hochstraße Gstötten instandgesetzt. Der rund 780 m lange Brückenzug bei Autobahnkilometer 72,8 bis 73,6 besteht aus zwei Vorlandbrücken sowie einer Hohlkasten-Spannbetonbrücke. Die Arbeiten laufen bei aufrechtem Verkehr mit angepassten Verkehrsführungen. iC unterstützt das Projekt mit fachlicher Begleitung in Planung und Ausführung sowie mit Fokus auf Qualitätssicherung und dokumentationsfähige Nachweise.
Tragwerk und konstruktive Maßnahmen
Im Fokus stehen Tragwerksverstärkungen inklusive neuer Spannkabel sowie umfangreiche Betoninstandsetzungen. Risse im Haupttragwerk werden durch CFK-Lamellen in Brückenlängsrichtung gesichert, um die Dauerhaftigkeit der Konstruktion zu erhöhen. Ergänzend werden Randbalken erneuert, die Brückenabdichtung hergestellt und der Oberbau im Nahbereich erneuert. Auch Rückhaltesysteme und die Lärmschutzlösung werden an die aktuellen Anforderungen angepasst.
Lagertausch und Bauverfahren
Mehrere bestehende Brückenlager werden durch neue Kalottenlager ersetzt. Dafür wird der Überbau abschnittsweise mithilfe hydraulischer Pressen angehoben, die Lager werden getauscht und der Überbau anschließend wieder abgesenkt. Dieses Vorgehen ermöglicht den Lagertausch ohne vollständige Sperre und unterstützt einen kontrollierten Bauablauf unter laufendem Verkehr.
Projektumfeld und Auftraggeber
Das Projekt wird im Auftrag der ASFINAG umgesetzt und ist Teil eines laufenden Instandhaltungsprogramms entlang der A8 Innkreis Autobahn. Neben der Tragwerksinstandsetzung umfasst das Maßnahmenpaket auch Stützensanierungen, Wegweisung sowie Arbeiten an Lärmschutzwand und Brückenausstattung.