Auf der A1 Sibiu–Pitești erreicht der Momaia-Tunnel die nächste entscheidende Projektphase. Nach dem weitgehenden Abschluss der baulichen Arbeiten laufen derzeit die Tests der technischen Anlagen und Systeme. Die iC verantwortet die Vor- und Ausführungsplanung des zweiröhrigen Tunnels und begleitete das Projekt mit geologisch-geotechnischer Expertise.
Von der Bauphase zum technischen Betrieb
Der 1,35 Kilometer lange Momaia-Tunnel ist Teil des 9,86 Kilometer langen Bauabschnitts 4 der Autobahn Sibiu–Pitești. Dieser ist mittlerweile zu rund 97 Prozent fertiggestellt. Mit dem Fortschritt der Bauarbeiten verlagert sich der Schwerpunkt zunehmend auf die technische Ausstattung. Aktuell werden unter anderem Brandmeldeanlage, Lüftung, Kameras und das zentrale Steuerungssystem getestet und auf ihren künftigen Einsatz vorbereitet.
Ein Tunnel unter besonderen Bedingungen
Der Momaia-Tunnel wurde nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode (NATM) aufgefahren. Besonders die wechselnden geologischen Bedingungen mit Schichten aus Ton, Schluff und Sand stellten hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Die beiden Tunnelröhren verfügen jeweils über zwei Fahrspuren und einen Standstreifen. Zwei Fußgängerquerschläge und ein Fahrzeugquerschlag verbinden die Röhren miteinander und sind Teil des Sicherheitskonzepts.
Teil einer wichtigen europäischen Verkehrsachse
Die Autobahn Sibiu–Pitești ist Teil des paneuropäischen Korridors IV und damit eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Zentral- und Südosteuropa. Mit der Vorbereitung auf die Inbetriebnahme erreicht der Momaia-Tunnel nun einen weiteren wichtigen Abschnitt seiner Umsetzung. Welche ingenieurtechnischen Überlegungen hinter dem Tunnel stehen und wie die geologischen und geotechnischen Bedingungen in die Planung eingeflossen sind, zeigt unser früherer Magazinbeitrag „Curtea-de-Argeș-Tunnel | Ein Meilenstein für Rumäniens Verkehrsinfrastruktur“.