Neues Wasserwerk Donauinsel | Ausbau der Wiener Trinkwasserversorgung

Zusätzliche Wasserreserven, technische Aufbereitung, langfristige Versorgungssicherheit

Einordnung in die Wiener Wasserversorgung

Das neue Wasserwerk wird bis 2030 errichtet und ergänzt die bestehende Versorgungsinfrastruktur der Stadt Wien. Es nutzt Grundwasserressourcen aus geschützten Bereichen der Donauinsel und aus Nußdorf. Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen und die Versorgungssicherheit auch an Spitzentagen zu gewährleisten.

Bauliche Konzeption und Anlagenstruktur

Künftig werden 17 Grundwasserbrunnen an die Anlage angebunden. Die maximale Förderleistung beträgt rund 1.000 Liter Trinkwasser pro Sekunde. Für den Bau ist eine etwa zehn Meter tiefe Baugrube mit einer Grundfläche von rund 78 mal 34 Metern vorgesehen. iC verantwortet die bautechnische Auslegung der Baugrube sowie die statische Bemessung und Einbindung der zentralen Anlagenteile in das Gesamtbauwerk.

Filtration, Desinfektion und Betriebskonzept

Die Wasseraufbereitung erfolgt über ein mehrstufiges Filtersystem, das sich an natürlichen Reinigungsprozessen orientiert. Nach mehreren Filtrationsschritten wird das Wasser mittels UV-Licht desinfiziert. Zur Optimierung der Verfahren arbeitet der Bauherr mit mehreren Universitäten zusammen. Einzelne Prozessschritte werden bereits während der Bauphase in einer Pilotanlage getestet und wissenschaftlich begleitet.

Bauphasen und Maßnahmen im Umfeld

Vorbereitende Maßnahmen starteten im Herbst 2025. Ab 2026 werden Rad- und Fußwege auf der Donauinsel abschnittsweise umgeleitet, um einen sicheren Baustellenbetrieb zu ermöglichen. Das Bauwerk wird begrünt und in das bestehende Landschaftsbild integriert.

Bedeutung für die zukünftige Versorgung

Das Wasserwerk Donauinsel ergänzt die bestehende Versorgung gezielt um zusätzliche Kapazität aus lokalem Grundwasser. Durch die Kombination aus mehrstufiger Aufbereitung, begleitender Pilotforschung und einer robusten baulichen Ausführung entsteht eine Anlage, die auf langfristigen Betrieb und künftige Anpassungen ausgelegt ist. Damit schafft Wien zusätzliche Reserven für Zeiten hoher Nachfrage und stärkt die technische Basis für eine stabile Trinkwasserversorgung im Stadtgebiet.