Mitten im historischen Zentrum Wiens wird das Palais Starhemberg umfassend saniert. Ziel ist es, die wertvolle Bausubstanz langfristig zu erhalten und das Gebäude gleichzeitig technisch und funktional für die kommenden Jahrzehnte weiterzuentwickeln. Die PCD begleitet das Projekt seit dem Vorentwurf mit Leistungen in der Tragwerksplanung.
Tragwerksplanung im historischen Bestand
Das Team unterstützt die Fertigstellung der Tragwerksplanung und übernimmt entsprechend der Wiener Bauordnung die Verantwortung als Tragwerksplaner. Eine besondere Herausforderung liegt dabei im Umgang mit der bestehenden Konstruktion: Anders als bei einem Neubau müssen Planung und statische Lösungen auf die vorhandene Bausubstanz und deren tatsächlichen Zustand abgestimmt werden.
Dafür wird der Bestand umfassend untersucht. Bauteilöffnungen, Bestandsaufnahmen und Zustandsuntersuchungen liefern detaillierte Erkenntnisse über Konstruktion, Materialien und baulichen Zustand und schaffen damit eine fundierte Grundlage für die weiteren Planungsschritte.
Sanieren im denkmalgeschützten Umfeld
Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt sowie mit Fachleuten aus Bauforschung und Restaurierung. Bestehende Strukturen sollen so weit wie möglich erhalten und notwendige Eingriffe sorgfältig in den historischen Bestand integriert werden.
Parallel dazu wird das Palais technisch modernisiert. Unter anderem werden Heizung, Dämmung und Fenster optimiert sowie Fernkälte integriert. Die Maßnahmen tragen dazu bei, das historische Gebäude auch energetisch für die zukünftige Nutzung weiterzuentwickeln. Auch die Barrierefreiheit wird verbessert, insbesondere in den Eingangsbereichen.
Historische Substanz nachhaltig weiterentwickeln
Die Sanierung soll bis 2029 abgeschlossen werden. Das Projekt zeigt, wie sich Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und moderne Gebäudetechnik miteinander verbinden lassen: durch den Erhalt wertvoller Bausubstanz, gezielte technische Verbesserungen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Bestand – ohne dessen historischen Charakter aus den Augen zu verlieren.