S36 Murtal-Schnellstraße | Schließung einer zentralen Verkehrslücke in der Steiermark

Ein neuer 12-km-Abschnitt zwischen Judenburg und St. Georgen ob Judenburg schließt die Lücke der S36 und vervollständigt den Korridor durch das Murtal.

Mit der S36 Murtal-Schnellstraße wird eine seit Jahrzehnten bestehende Infrastrukturlücke in der Steiermark geschlossen. Die iC begleitet das Projekt seit 2017 in der Projektsteuerung und unterstützt ASFINAG bei einem komplexen Vorhaben, das Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit und regionale Vernetzung miteinander verbindet.

Ein fehlendes Bindeglied im Murtal

Zwischen Judenburg und St. Georgen ob Judenburg klafft bislang eine rund 12 Kilometer lange Lücke im Verlauf der S36. Mit dem geplanten Neubau dieses Abschnitts wird der Verkehrskorridor durch das Murtal vollständig geschlossen und eine durchgehende Verbindung geschaffen. Das Projekt stellt damit einen wesentlichen Beitrag zur leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur in der Steiermark dar und verbessert die Erreichbarkeit der Region nachhaltig.

Projektsteuerung als zentrale Steuerungsfunktion

Seit 2017 ist die iC Teil des Projektteams der ASFINAG und übernimmt die Projektsteuerung für die Einreichungs- und Bauphase. Der Leistungsumfang umfasst die Koordination der technischen Disziplinen, die Unterstützung bei Beschaffungsprozessen sowie die Kosten- und Terminkontrolle. Darüber hinaus begleitet iC wichtige gesetzliche Verfahren und stellt sicher, dass alle Projektbeteiligten effizient und abgestimmt zusammenarbeiten.

Tunnelbau im engen Talraum

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Trassenführung nahe der bestehenden B317. Dadurch wird eine zusätzliche Verbreiterung des Verkehrskorridors im ohnehin engen Murtal vermieden. Zentrale Elemente des Neubaus sind drei Tunnel in offener Bauweise, die Lärm- und Verkehrsbelastungen reduzieren und gleichzeitig die Verbindung zwischen den Gemeinden verbessern:

  • Rothenthurm (690 m)

  • St. Peter ob Judenburg (640 m)

  • Wöll (590 m)

Umweltverträglichkeit und Infrastruktur mit langfristiger Wirkung

Die Planung legt großen Wert auf den Schutz sensibler Bereiche. Insbesondere der Natura-2000-Korridor entlang der Mur wird in der Projektentwicklung berücksichtigt. Aktuell befindet sich das Vorhaben im UVP-Verfahren, das durch umfangreiche Einreichungsunterlagen begleitet wird. Mit der S36 Murtal-Schnellstraße entsteht nicht nur eine neue Verkehrsverbindung, sondern ein Infrastrukturprojekt mit langfristigem Mehrwert für Mobilität, Sicherheit und regionale Entwicklung. Die Hauptbauarbeiten sind für den Zeitraum von 2029 bis 2034 vorgesehen.