Von Januar 2025 bis Herbst 2027 wird die Hauptbibliothek der Universität Wien umfassend renoviert. Im Mittelpunkt stehen die Umsetzung dringender Brandschutzanforderungen, die Verlagerung von Buchbeständen aus Platz- und Konservierungsgründen sowie die behutsame Weiterentwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes hin zu einer modernen Bibliotheksnutzung.
Projektsteuerung in sensibler Umgebung
Die Projektsteuerung übernimmt die Koordination aller Beteiligten, Schnittstellen und Bauphasen und stellt einen strukturierten, nachvollziehbaren Ablauf in einer besonders sensiblen, denkmalgeschützten Umgebung sicher.
Mehr Raum zum Lernen, klare Zonen, bessere Zugänge
Im Fokus der Sanierung stehen die Erweiterung der Lern- und Arbeitsmöglichkeiten, eine klare Aufteilung in ruhigen Lernbereichen, Gruppenarbeitsplätzen und Pausenzonen sowie eine verbesserte Zugänglichkeit durch mehrere Eingänge.
Der historische Charakter des Großen Lesesaals bleibt erhalten; er ist seit dem 23. September 2024 aufgrund vorbereitender Arbeiten geschlossen. Ein wesentlicher Meilenstein des Projekts ist die Übersiedlung von rund 3 Millionen Bänden in das neue Buchdepot Floridsdorf mit einer Fläche von etwa 13.000 m², das klimatisierte Bedingungen für die langfristige Erhaltung der Bestände bietet.
Historischer Kontext
Die 1365 gegründete Universität Wien zählt zu den ältesten Hochschulen Europas und ist ein architektonisches Juwel an der Wiener Ringstraße. Das von Heinrich von Ferstel entworfene Hauptgebäude wurde zwischen 1877 und 1884 errichtet. Die Universitätsbibliothek zählt zu den ältesten im deutschsprachigen Raum, die markanten Büchertürme dienten ursprünglich der vertikalen Lagerung von Büchern.