Am 27. November fand im iC Headquarters in Wien die Veranstaltung „Urban R/Evolution – Lebensraum der Zukunft“ statt. Expert:innen aus Architektur, Bauwesen, Forschung und zivilgesellschaftlichen Initiativen diskutierten Herausforderungen und Lösungsansätze für zukünftige Stadt- und Raumstrukturen. iC richtete den Abend gemeinsam mit Generationendialog aus.
Themenrahmen und inhaltliche Ausrichtung
Die Veranstaltung bot einen Rahmen für den Austausch zu klimarelevanten, räumlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städte und Regionen auf veränderte Bedingungen reagieren und welche Rolle Planung, Materialkreisläufe und technische Infrastruktur dabei einnehmen. Die Teilnehmenden kamen aus Praxis, Forschung, Verwaltung und verschiedenen Initiativen.
Fachlicher Input zu Kreisläufen im Bauwesen
Der erste Vortrag wurde von Thomas Glanzer (Alu König Stahl) gestaltet. Er gab Einblicke in Potenziale der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, zeigte Ansätze zu Materialströmen, Rückbauprozessen und Dokumentationsmethoden und diskutierte strukturelle Änderungen, die notwendig sind, um Bauteile länger im System zu halten.
Nachhaltige Architektur als Gestaltungsaufgabe
In der zweiten Keynote präsentierte Karin Stieldorf (TU Wien) Impulse zu nachhaltiger Architektur, Materialien und Bauweisen. Anhand von Beispielen aus Forschung und Lehre zeigte sie, wie zukunftsfähige Konstruktionen und Planungsmethoden entwickelt werden können, die sowohl technische Anforderungen als auch räumliche Qualität berücksichtigen.
Impulssetzung durch das Manifest Lebensraum
Anschließend stellte Wilhelm Reismann das entstehende „Manifest Lebensraum“ vor. Es bündelt Perspektiven zu Raum, Energie, Mobilität, Wasser und Bauweisen und lädt dazu ein, bestehende Denkmuster zu hinterfragen. Die Teilnehmenden waren eingeladen, konkrete Ideen, Erfahrungen oder visionäre Ansätze einzubringen, die in die weitere Ausarbeitung des Manifests einfließen.
Gemeinsamer Austausch
Der Abend klang im iC Headquarters bei offenen Gesprächen aus. Fachliche Einschätzungen, persönliche Eindrücke und unterschiedliche Perspektiven wurden geteilt und weitergeführt. Die entstandenen Impulse werden in kommenden Dialogformaten erneut aufgegriffen und vertieft.